Yngwie Malmsteen - Blue Lightning - Hommage an die Blueswelt

Yngwie Malmsteen ist ganz offensichtlich ein “Maestro” und „Virtuose“, dennoch werden solche Begriffe weder seinem Talent noch seinem Einfluss gerecht. Mit seinem neuen Album “Blue Lightning“ (29.03.2019) zeigt Malmsteen nicht nur, dass er sein Handwerk wie kein anderer beherrscht, sondern erweist jenen aus der Blueswelt die Ehre, die ihn zu seinem künstlerischen Schaffen inspiriert haben.

Vom: 02. März 2019 | Autor: Dennis Hahn

Yngwie Malmsteen - Blue Lightning - Hommage an die Blueswelt                (C)Foto: Austin Hargrave

Yngwie Malmsteen - Blue Lightning - Hommage an die Blueswelt (C)Foto: Austin Hargrave

„Ich habe schon immer an alten Songs herumgedoktert, sowohl live als auch im Studio. 1996 entstand dadurch ein ähnliches Album namens „Inspiration“. Mascot kamen schließlich zu mir und schlugen mir vor, ein Bluesalbum aufzunehmen.

Ich bin in einem klassisch ausgebildeten Umfeld aufgewachsen, deshalb kennt man mich auch für meinen neoklassischen Stil. Doch nachdem ich zu meinem fünften Geburtstag eine Gitarre geschenkt bekommen hatte, versuchte ich, John Mayall And The Bluesbreakers nachzuahmen. Ich jammte zu ihrem „Bluesbreakers With Eric Clapton“ Album. Die wenigsten Leute wissen, dass ich eine große Affinität für Blues habe. Als Mascot mir schließlich dieses Projekt vorschlug, war ich nicht überrascht. Im Gegenteil, es fühlte sich so natürlich an.“
Malmsteen hat auf „Blue Lightning” sowohl fast schon offensichtliche Elemente miteinander kombiniert, als auch solche, die auf den ersten Blick verwundern. „Bei einigen Songs wusste ich sofort, dass ich sie aufnehmen wollte, z. B. „Purple Haze“ (Jimi Hendrix) und „Smoke On The Water“ (Deep Purple). Diese hatte ich schon als Kind gespielt. Doch bei anderen wie „While My Guitar Gently Weeps“ (The Beatles), war ich unsicher, ob ich es schaffen würde. Also probierte ich viel aus und bin überglücklich, dass ich den Originalen gerecht werden konnte.“

Wer nun erwartet, dass Malmsteen lediglich die Originalversionen gecovert hat, wird eines Besseren belehrt werden. „Ich gehörte noch nie zu den Leuten, die einen Song einfach nur nachspielen. Ich sehe keinen Sinn darin. Wenn Du einen Song genauso hören willst, wie Du ihn in Erinnerung hast, hör Dir das Original an. Ich habe den Stücken meinen eigenen Vibe und meine persönliche Note hinzugefügt. Auf diese Weise konnte ich ganz ich selbst und gleichzeitig respektvoll gegenüber diesen Künstlern sein.“

Einige Songs waren eine ganz besondere Herausforderung für den Gitarristen, so wie Eric Claptions „Forever Man“. „Ich hatte den Song im Radio gehört und überlegte fieberhaft, ob und wie ich ihn für das Album verwenden könnte. Ich setzte mich hin, probierte verschiedenste Dinge aus und schließlich funktionierte es. Zu Malmsteens persönlichen Favoriten zählt „Demon’s Eye“: „Als ich zehn Jahre alt war, bekam ich Deep Purples ‚Fireball‘-Album, das, wie ich finde, stark unterschätzt wird. ‚Demon’s Eye‘ haute mich vom ersten Moment an um. Ich war richtig versessen darauf, es für die neue Platte aufzunehmen. Zum Glück ist es auch genau richtig für meine Stimmlage. Ich hatte eine großartige Zeit, all diese Songs zu machen.“

Ich bin sehr glücklich, wie sich alles entwickelt hat. Songs wie „Paint It Black“ (The Rolling Stones) und “Blue Jean Blues” (ZZ Top) liebe ich schon lange, also entschloss ich mich, sie auf meine Art zu performen. Bei anderen wie „While My Guitar Gently Weeps“ ging es eher darum herauszufinden, ob es überhaupt funktionieren würde. Das Album zeigt meine Leidenschaft für den Blues. Ich hatte viel Spaß an den Arbeiten daran und ich bin sicher, dass die Fans es zu schätzen wissen werden. Im Grunde ist es doch so: wenn Du an einem Projekt wie diesem keinen Spaß hast, gibt es keinen Grund, es zu tun, oder?“

Veröffentlichungstermin: 29. März 2019

Tracklisting
1. Blue Lightning
2. Foxey Lady
3. Demon’s Eye
4. 1911 Strut
5. Blue Jean Blues
6. Purple Haze
7. While My Guitar Gently Weeps
8. Sun’s Up Top’s Down
9. Peace, Please
10. Paint It Black
11. Smoke On The Water
12. Forever Man

Von: Dennis Hahn


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