Wer hat an der Uhr gedreht? - Justin Bieber lässt seine Fans in Berlin warten

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? In der Nacht zum Sonntag war es wieder soweit. Um 2 Uhr sprangen die Uhrzeiger auf 3 Uhr, die Sommerzeit startete. Ist das der Grund warum das Konzert von Justin Bieber Verzögerung hatte? Haben die Veranstalter oder das Management vergessen den Wecker umzustellen?

Vom: 03. April 2013 | Autor:

Wer hat an der Uhr gedreht? - Justin Bieber lässt seine Fans in Berlin warten

Wer hat an der Uhr gedreht? - Justin Bieber lässt seine Fans in Berlin warten

Justin Bieber ließ seine jungen Fans am Ostersonntag in Berlin mehrerer Stunden in der Kälte warten. Eigentlich sollte das Konzert um 19:30 Uhr beginnen, eigentlich. Aber der erste Blick in die o2 World deutete darauf hin, dass es noch etwas dauern wird, bis sich die Halle füllt. Während einige tausend Fans den Weg durch die harte Kontrolle schon hinter sich hatten, standen noch mehrere tausende Jugendliche und Kinder mit ihren Eltern draußen in der Kälte an.

Man hörte schon von anderen Konzerten der „Believe Tour“ in Europa, dass diese nur so von Pannen gekennzeichnet waren und in Berlin nun schon die nächste Störung. Hier sollte ein "Logistikproblem" der Grund für die Verspätung sein, so wurde es zumindest durch die Lautsprecher verkündet. Aber ich beobachtete auch noch einen anderen Grund von der Terrasse der o2 World. Die Fans, die stundenlang vor der o2-Arena ausharrten, hatten erhebliche Schwierigkeiten beim Einlass. Weil nicht genügend Türen geöffnet waren, ging die Kontrolle nur sehr schleppend voran, die Massen an Menschen wurden immer unruhiger und buhten auch mehrmals. Die Polizei versuchte sich ebenfalls von der Terrasse einen Überblick über "das Schieben" vor dem Einlass zu verschaffen und forderte die Security mehrmals auf, weitere Türen aufzumachen, was dann kurz nach 20 Uhr auch endlich geschah.

Währenddessen sorgten im Inneren mehrere Sicherheitsbeamte dafür, dass die kahlen Sitzreihen im unteren Bereich und die Stehplätze neben der Bühne aufgefüllt wurden und brachten dafür die Menschen von Oberrang nach unten.

Die Organisation war eine Zumutung, was die jungen Justin Bieber Fans aber kaum störte, da sie einfach froh waren, ihr Idol live sehen zu können. Die Kartenpreise waren auch nicht gerade günstig. Direkt neben mir saß eine 5-köpfige Familie, die pro Karte 107 Euro bezahlt hatte und gerade 4 Stunden auf den Einlass gewartet hatte. Aber ihre Kinder störte dies wenig, waren sie doch mit Fan-Shirts ausgestattet und gemalten Herzen auf ihren Wangen. So hätten sie auch noch gut und gerne eine weitere Stunde im Saal vor Aufregung „gebibbert“.

Die überwiegend jungen Mädchen kreischten dann auch, als sich um 20:40Uhr etwas auf den großen Videoleinwänden tat. Der Countdown lief und Justin Bieber schwebte in die Halle. Die noch halbdunkele Halle und ein „Funkenregen“ durch die Handyaufnahmen der jungen Fans verursacht, sorgt für ein atemberaubendes Bild. Dies war dann aber auch schon der einzige tolle Moment für mich und wohl auch für die anderen Erwachsenen. Die Ausstattung der Bühne war nichts Besonderes und auch das Lametta, welches von der Decke kam, war nur in der Sparversion vorhanden. Geknallt hat es aber Gott sein Dank auch wenig, wäre wahrscheinlich auch viel zu laut und gefährlich für die jungen Fans gewesen. Von Gesang war an diesem Abend auch keine Rede, da Justin Bieber nur seine Lippen zum vorhandenen Playback bewegte. Aber wie soll man bei dieser aufwendigen Choreographie, mit hin und her hüpfen, auch noch singen?

Ein Highlight, zumindest für das junge Publikum, war der 19jahriger Künstler, der während der Show mehrmals sein durchtrainieren Körper „oben ohne“ präsentierte. Und zudem griff er sich andauernd, wie ein Idol Michael Jackson, in den Schritt. Und auch die persönlichen Ansprachen zur seinen jungen Fans lösten Begeisterungswellen aus. So Sätze wie „Ihr seid die Besten“ und „Danke das ihr mir das alles ermöglich“ oder „Sag niemals nie, glaubt an euch“. Alles ganz nach dem Motto: Die Kinder sind unerfahren und haben einfach nicht so viel Vergleiche, wie die erwachsenen Konzertbesucher und erwarten somit auch nicht ganz so viel. Nach 80 Minuten war das Konzert dann auch schon vorbei. Es hat nur die Anwesenheit von Justin Bieber gereicht, um die Kinder glücklich zu machen. Etwas Schönes hatte es ja am Ende: Die Kinder waren glücklich und ihren Eltern dankbar, dass sie den Besuch des Konzertes möglich gemacht hatten. Na dann, bis nächstes Mal.

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