Vintage Trouble - Die furiose US-Rhythm & Blues Band zurück in Berlin

Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 haben sich Vintage Trouble zu einem der bestgehüteten Geheimnisse im Rock-Zirkus entwickelt. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus lässigem Rock, gefühlvollem Blues, R&B-Grooves und einer leichten Pop-Ambition gehört die kalifornische Band zu den innovativsten Vertretern des Retro Rock. Am 12. März 2019 kommen die Rocker ins Berliner Columbia Theater.

Vom: 28. Februar 2019 | Autor: Dennis Hahn

 Vintage Trouble - Die furiose US-Rhythm & Blues Band zurück in Berlin          (C)Foto: Jay Gilbert

Vintage Trouble - Die furiose US-Rhythm & Blues Band zurück in Berlin (C)Foto: Jay Gilbert

Bis jetzt haben Ty Taylor (Gesang), Nalle Colt (Gitarre), Rick Barrio Dill (Bass) und Richard Danielson (Schlagzeug) tausende von Shows in 30 Ländern gespielt, sie supporteten u.a. The Who, die Rolling Stones, AC/DC, Lenny Kravitz und Bon Jovi. Außerdem waren sie zu Gast in den weltweit renommiertesten TV-Shows: ‚Later...with Jools Holland‘, ‚Jimmy Kimmel LIVE!‘, ‚Conan‘, ‚The View‘ und ‚The Tonight Show‘ (viermal in einem Jahr!); großartige Kritiken gab es in der ‚New York Times‘, bei ‚NPR‘, im ‚Wall Street Journal‘, ‚Billboard‘- und ‚Rolling Stone‘-Magazin zu lesen. Nach den bisherigen drei Alben „The Bomb Shelter Sessions“ (2011), „The Swing House Acoustic Sessions“ (2014) und „1 Hopeful Rd.“ (2015, Platz 43 in Deutschland) schlagen sie nun mit „Chapter II – EP I“ ein völlig neues Kapitel auf: „Auf den Alben konnten wir aber nicht das gleiche Gefühl einfangen, das wir live erlebten“, erklärt Ty. „Das hat uns zu unseren Wurzeln zurückgeschickt. Wir fingen an, uns viel Pop-Musik anzuhören – alles, von Amy Winehouse und Adele bis hin zu Bruno Mars und Lauryn Hill. Wir wollten etwas aus der Vergangenheit in einen zeitgenössischen Rahmen übertragen. Das war der Anstoß; also etwas Neues zu kreieren, das sich wie Pop-Songs mit der Spannung von Rhythm & Blues und Rock 'n' Roll anfühlt.“

Denn früher hätten sie alles live aufgenommen, ergänzt Richard, „aber es war schwierig, das zu bearbeiten, denn man steckt mit allen Fehlern und vielen Unsauberkeiten fest. Deshalb haben wir moderne Aufnahmetechniken genutzt. Anstatt lediglich als Live-Band im Studio zu spielen, durften wir zu Aufnahmekünstlern werden. Es stellt eine erhebliche Weiterentwicklung für uns dar, mit einem größeren Sound, der ein viel breiteres Publikum ansprechen kann.“

Die erste Single „Can‘t Stop Rollin“ erreicht dieses Ziel definitiv. Der Song krallt sich an einem Beat fest, mit diskoartigem Shuffle, kraftvollem Gitarrensound und einem cleveren Refrain, was alles ein wenig an The Police erinnert. „Ich hörte mir viel ‚Beauty Behind the Madness‘ von The Weeknd an“, erinnert sich Ty. „Dieses Album hatte maßgeblichen Einfluss.“

Neben funkigen Elementen wie in „The Battle‘s End“ sind aber auch die Texte wesentlich wichtiger geworden. Das Stück zum Beispiel betont die große Bedeutung, die soziale Verantwortung für den Frontmann hat: „Es ist unsere Verantwortung (als Künstler), Botschaften zu verfassen, die die Menschen dazu bringen, darüber nachzudenken, wie wir die Welt unmittelbar verändern können“, fährt er fort. „Anstatt das von anderen zu verlangen, sollten wir sie zunächst von uns selbst verlangen. Bob Marley und Lauryn Hill haben andere dazu eingeladen, zu besseren Menschen zu werden. Und Regisseur Spike Lees Film ‚BlackKkKlansman‘ brachte meine Gedanken in diesem Song genau zum Ausdruck. Wir lassen zu, dass sich die Geschichte ständig wiederholt, anstatt ein für alle Mal die Verantwortung für die Durchsetzung von Veränderungen zu übernehmen.“

Zur Betonung der Texte bauten Vintage Trouble bewusst in allen Stücken Akustikpassagen ein. „Es handelt sich um echte (traditionelle) Songs, die auf Akustikgitarren, Perkussionsinstrumenten oder dem Klavier gespielt werden können“, fügt Ty hinzu.
„Wir sind schon sehr lange als gute Live-Band bekannt und das kann uns niemand wegnehmen“, schließt Rick ab. „Wir haben uns wirklich Zeit gelassen, um sicherzustellen, dass der Song immer an erster Stelle steht. Diese Musik muss in der Lage sein, neben den besten Lieblingsplatten in unseren Sammlungen zu hängen. Das war das Ziel“.

Konzert-Termin Berlin: 12. März 2019, Columbia Theater

Von: Dennis Hahn


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