Stone Temple Pilots - Kalifornischer Rock bringt das Astra in Berlin zum Beben

Das einige große und auch erfolgreiche Rockbands ihren Ursprung im sonnigen Kalifornien in den USA haben ist bekannt. In diese Riege reiht sich auch die Ende der 80er Jahre geründete Band "Stone Temple Pilots" ein, die gestern Abend im Astra in Berlin einen von drei Deutschland-Gigs gespielt haben. Nicht nur aufgrund des Wetters war es heiss, auch die Band brachte die Zuschauer zum Schwitzen.

Vom: 18. Juni 2019 | Autor: Dennis Hahn

Stones Temple Pilots - Kalifornischer Rock bringt das Astra in Berlin zum Beben (C)Foto:Warner Music

Stones Temple Pilots - Kalifornischer Rock bringt das Astra in Berlin zum Beben (C)Foto:Warner Music

Das Berliner Wetter passte am gestrigen Montag auf jeden Fall zum Konzert der aus Kalifornien stammenden Band "Stone Temple Pilots". Groß geworden sind sie Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre. Ihr Stil 70th Rock mit Elementen des Grunge, anfangs etwas als "Nirvana-Verschnitt" verschrienen, habe sie die letzten über 25 Jahre einen Grammy bekommen und über 40 Millionen Platten verkauft.

Die Bandgeschichte ist durch zwei traurige Todesfälle geprägt: Sänger und Gründungsmitglied Scott Weiland, der die Band erstmals 2003 verließ, um die folgenden Jahre mit Velvet Revolver auf Tour zu gehen, dann 2008 zurückkam, 2013 erneut ausstieg und dann 2015 sehr früh verstarb. Sei Nachfolger, der nur zwei Jahre in der Band blieb, war der ehemalige Linkin Park Sänger Chester Bennington, der bekanntlich auch kurze Zeit später 2017 durch Selbstmord aus der Welt entfloh.

Aber die Band hat sie wieder aufgerafft, mit dem neuen Sänger Jeffrey Adam „Jeff“ Gutt wieder frisches Material produziert und auch wieder den Weg auf die Bühnen dieser Welt gewagt.

So war das gut gefüllt Astra auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain in Berlin auch ein optimaler Ort für ein Konzert der US-Rocker. Als Support dabei waren an diesem Abend "Walking Papers", ebenfalls aus den USA, die mit solidem, schnörkellosem Rock mit Blueseinflüssen für gute Stimmung sorgten. Die Fans an diesem Abend schienen sowieso sehr gut gelaunt, in bester Rock- und Headbanging-Stimmung.

Dann ging es auch schon los mit dem Hauptact des Abends und dem Song "Wicked Garden". Sehr geradliniger Rock, direkt und "voll auf die Fresse" könnte man es ausdrücken. Sänger Jeff Gutt übernahm gleich das Ruder. Mit Sonnenbrille und lässigem Hemd, Kalifornien-Style, wirbelte er mit dem Mikroständer in der Mitte herum, links daneben an der Gitarre Dean DeLeo, im Hintergrund an den Drums Eric Kretz und rechts das noch verbleibende Gründungsmitglied Robert Emile DeLeo (Bruder von Gitarrist Dean).

Wie bei allen Band die solange schon auf der Bühne stehen, war die Setlist auch wie eine Reise durch die Jahrzehnte und musikalischen Epochen der Band. Songs wie "Vasoline", "Plush" oder auch "Interstate Love Song" durften natürlich nicht fehlen. Die Jungs wirkten an diesem Abend bester Laune, waren cool aber auch energiegeladen. Und diese Energie schwappte auch sofort auf das Publikum über, so dass es nicht lange dauerte, bis das Astra förmlich am Beben war. Es wurde mitgesungen, mitgerockt, gesprungen und einfach mitgefeiert.

Gegen Ende wurde es nochmals etwas schneller und härter mit "Sex & Violence" und auch "Dead & Bloated" & "Sex Type Thing" als Rausschmeißer. Die Fans hätten bestimmt noch einige Zeit länger weitermachen wollen/können, aber nach etwas über 90 Minuten war dann Schluss. Als Fazit bleibt: Die Stone Temple Pilots liefern nach wie vor auch live auf der Bühne ordentlichen, ungefilterten Rock, der begeistern kann, der energiegeladen ist und positive Energien bei den Zuhörer freisetzt. Und nach doch harten Rückschläge durch zwei tragische Verluste in der Bandgeschichte, ist es gut zu sehen, dass der Sound und damit auch das Vermächtnis weiterlebt bzw. gelebt wird. Noch ein Hinweis zum Schluss: Zum Jubiläum in diesem Jahr gibt es am 13.09. eine neu remasterte, erweiterte Deluxe Version des Album "Purple".

Setlist
Wicked Garden
Crackerman
Vasoline
Silvergun Superman
Lounge Fly
Big Bang Baby
Glide
Big Empty
Creep
Plush
Pruno
Down
Meadow
Interstate Love Song
Sex & Violence
Roll Me Under
Trippin' on a Hole in a Paper Heart
- Zugabe:
Dead & Bloated
Sex Type Thing

Von: Dennis Hahn


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Stones Temple Pilots - Kalifornischer Rock bringt das Astra in Berlin zum Beben (C)Foto:Warner Music

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