Robbie Williams - Mit viel Swing und seinem Dad begeistert er Berlin

Er ist wieder da! Robert Peter Williams, besser bekannt als Robbie Williams. Bei seinem Konzert gestern Abend in der o2 World zeigte er mal wieder, dass er einer der größten lebenden Entertainer auf diesem Planeten ist und auch mit einer fantastischen Swing-Revue seine Fans begeistern kann. Diese bekamen in der ausverkauften o2 World in Berlin 2 Stunden Robbie "at his best" geboten.

Vom: 29. Mai 2014 | Autor: Dennis Hahn

Robbie Williams - Mit viel Swing und seinem Dad begeistert er Berlin

Robbie Williams - Mit viel Swing und seinem Dad begeistert er Berlin

Über diesen Mann muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Alles hatte mit "Take That" begonnen, nun ist er auch schon seit etlichen Jahren solo unterwegs und das mit überaus großem Erfolg. Ein Nummer 1 Hit nach dem anderen, ausverkaufte Tourneen und Millionen Fans rund um den Erdball, die ihn nahezu "vergöttern". Ca. 16.000 von Ihnen hatten es geschafft, Karten für das Konzert am gestriegen Mittwoch in Berin zu ergattern. (auch heute am Herrentag wird er nochmals vor ausverkauften Haus spielen). Die ersten Fans standen bereits 24 Stunden vorher am Eingang der o2 World, um auf jeden Fall die besten Plätze zu bekommen und somit ihrem Star noch ein Stück näher zu sein.

Und um ca. 20:30 Uhr ging es dann auch endlich los. Licht aus, Spot an und bereit für den ersten Akt von "Swings Both Ways". Vor einem riesigen, lilafarbenden Rüschenvorgang kam Robbie Williams inmitten einer Rauchschwade aus dem Boden auf die Bühne emporgefahren. Und dann ging es auch schon gleich los mit dem Song „Shine My Shoes“ von seinem Erfolgsalbum „Swing Both Ways“, für das er noch im Rahmen seines Konzertes letzten Donnerstag in Hamburg Doppel-Platin erhielt.

Während er sang tänzelte er scheinbar leichtfüssig swingend über den ovalen "Steg" vor der Bühne, immer ein Lächeln auf den Lippen und den Kontakt zu seinen Fans suchend. Dies scheint ihm sowieso auch sehr wichtig zu sein, die Nähe zu seinen Anhängern, die teils sogar extra aus Argentienen an diesem Abend nach Berlin gereist waren. So kniete er mal nieder, erfüllte auch zwischen den Songs Autogrammwünsche oder rief sogar auf Bitte eines Fans ihre Freundin zu Hause an. Das macht ihn schon sehr authentisch und einfach sympatisch.

Und für Sheryl aus Potsdam sollte es ein ganz besonderer und unvergesslicher Abend werden. Sie wurde von Robbie Williams auserkoren, seine "Showbiz-Braut" für einen Abend zu sein, mit allem was dazu gehört: Heiratsantrag, Pastor, einem romantischen Hochzeitssong und zum krönenden Abschluss natürlich auch noch ein kräftiger Hochzeitskuss vom britischen Entertainer. "Früher habe ich nach jeder Show ein Mädchen mit auf mein Hotelzimmer genommen. Aber jetzt bin ich 40, da geht das nicht mehr", sagte Williams voller Selbstironie und mit seinem Image als Frauenschwarm spielend.

Weiter ging es mit einem echten Jazz-Klassiker, „Puttin’ On The Ritz“ von 1929, mit dem er das Publikum auch gleich zum Mitsingen brachte.

Der britische Entertainer war passend zum Programm sehr elegant gekleidet, mit Frack, einem weißen Hemd mit Fliege, einer Weste und Lackschuhen. Einige Male sollte er auch auch noch sein Outfit wechseln an diesem Abend. Die Bühne glich einer großen Opern-Bühne vergangener Zeit oder einer vergleichbar mit der Bühne einer großen Revue-Show, wie sie vielleicht heute noch in Las Vegas zu erleben ist. Große Showtreppe, eine Big-Band und viele Tänzer.

Zusammen lieferten sie eine gelungene Rund- und Zeitreise durch die Weltgeschichte des Swings. Er ließ die Zeiten aufleben, als in den Kult-Clubs in New York, Chicago oder Las Vegas noch Dean Martin und Frank Sinatra in den 1960er und 1970er Jahren mit großem Orchester und opulenten Shows auftraten. Dabei kommt dem 40-Jährigen natürlich sein Talent 1-A Entertainer zugute, der mit viel Charme und Energie dieses Flair vergangener Tage für 2 Stunden wieder aufleben lies.

Die Setlist war bunt gemischt, mit Sinatras "New York New York", dem Alicia Keys-Cover "Empire State Of Mind" oder auch " Mr. Bojangles" von Jerry Jeff Walker. Zu den Highlights an diesem Abend zählten der Song „High Hopes“ von Frank Sinatra, den er zusammen mit einem Kinderchor auf der "Showtreppe" sitzend performte. Und Highlight Nr. 2 dann der Auftritt seines Vaters Peter Williams mit dem er im Duett „Do Nothin’ Till You Hear From Me“ von Duke Ellington sang.

Im zweiten Akt gab es dann auch noch ein Medley aus seine Pop-Hits - Let Me Entertain You / Rock DJ / Millennium / Come Undone / Old Before I Die und Candy - natürlich auch im "Swing-Stil". Schließlich durfte dann auch „Angels“ nicht fehlen, eine der wohl größten Pop-Balladen schlechthin. Und mit Sinatras „My Way“ und „Sensational“ schickte Robbie Williams seine Fans dann nach Hause und erklärte nochmals seine Liebe zu Deutschland und seinen Fans.

Robbie Williams, ein Entertainer, ein guter Sänger mit viel Charme, bald 2facher Vater, der einfach das macht, was ihm Spaß macht: Musik. Und dafür lieben ihn seine Fans, genauso wie er seine Fans. Danke Robbie, komm bald wieder nach Berlin!

Setlist:

Act One
Shine My Shoes
Puttin' On the Ritz (Jeff Richman cover)
Ain't That a Kick in the Head (Dean Martin cover)
Minnie the Moocher (Cab Calloway and His Orchestra cover)
Swing Supreme
No One Likes a Fat Pop Star
That's Amore (Dean Martin cover)
Mr. Bojangles (Jerry Jeff Walker cover)
Ignition (R. Kelly cover) (a capella with Guy Chambers, … more)
I Wanna Be Like You (Louis Prima cover)
High Hopes (Frank Sinatra cover) (with Blue Voice Kinderchor)
Swings Both Ways

Act Two
Soda Pop
Trouble / Hit the Road Jack / Reet Petite / Shout
I Will Talk and Hollywood Will Listen (Robbie Williams and Guy Chambers solo)
Go Gentle
Do Nothin' till You Hear From Me (Duke Ellington cover) (with his dad Peter Williams)
Empire State of Mind (Alicia Keys cover) (Denosh Benett on vocals)
Theme From "New York, New York" (Liza Minnelli cover)
Let Me Entertain You / Rock DJ / Millennium / Come Undone / Old Before I Die / Candy
Angels (including a capella introduction)
My Way (Frank Sinatra cover) (almost completely)
Sensational

Von: Dennis Hahn


Galerie

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