Oskar Roehlers neuer Film „Quellen des Lebens“ begeistert das Berliner Publikum

Heute beginnt die 63. Berlinale, aber leider ohne den grandiosen, neuen Film von Oskar Roehlers „Quellen des Lebens“. Dieser feierte schon am 05.02.2013 eine großartige Premiere im Berliner Delphi Kino.

Vom: 06. Februar 2013 | Autor:

Der Startschuss für die Promis und wichtigen Persönlichkeiten aus dem Film- und Medienbereich ist gegeben, die roten Teppiche sind in Berlin für die 63. Berlinale ausgerollt und hohe Ziele gesetzt: Alles soll noch größer und glamouröser werden, mit mehr hochkarätigen Gästen und einem unvergesslichen Programm.

Die Premiere vorgestern erfüllte alle diese Kriterien. „Quellen des Lebens“ ist sozusagen der „Warm-Upper“ zur Berlinale, ein kleiner Vorgeschmack, welches großes Potenzial in der deutschen Filmindustrie steckt.

Oskar Roehlers ist ein alter Hase in der Branche. Seine Filme brauchen nicht die Vermarktung durch die Berlinale. Dies bewies er schon im Jahre 2000 mit seinem Film „Die Unberührbare“. Für die Berlinale nicht gut genug, wurde er dennoch ein Megaerfolg, mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle. In dem Film beschreibt Roehler die letzten Jahre im Leben seiner Mutter. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis in Gold, ausgezeichnet.

Wenige Jahre später liefen seine Filme dann auch auf der Berlinale in Wettbewerb: 2003 „Der alte Affe Angst“, gefolgt von 2006 mit „Elementarteilchen“ und 2010 „Jud Süß - Film ohne Gewissen“. Allerdings erntet letztgenannter Film keine gute Kritien. Sein neuer Film „Quellen des Lebens“ hat es nicht ins Programm geschafft, ist einfach abgelehnt worden. Begründung dafür war, dass der Film während der Berlinale ins Kino komme. Was hat sich die Jury dabei nur gedacht?

Der Film basiert auf den Roman “Herkunft“, welcher 2011 erschienen ist. Die Hauptfiguren sind die Großeltern, bei denen Roehler als Kind behütetet aufgewachsen ist. Großvater Erich ist Kriegs-Heimkehrer, gespielt von Jürgen Vogel, der sich mal wieder selbst übertroffen hat. Im Weiteren schildert der Film die Jugend des Vaters Klaus, gespielt von Moritz Bleibtreu, der sich als Schriftsteller versucht und sich in das schöne Mädchen aus Nürnberger Bourgeoisie , die erfolgreichen Autorin Gisela Ellers (Lavinia Wilson), verliebt. Mit ihr zeugt er in einer stürmischen Nacht seinen Sohn Robert (Leonard Scheicher). Doch Gisela interessiert sich nicht für das gemeinsame Kind. Von seinen Eltern ständig aufs Abstellgleis gestellt, findet Robert erst wieder Halt, als er sich in das Nachbarsmädchen Laura (Lisa Smit) verliebt. Die Großeltern lebten ihm vor und lehrten ihn, wie man mit Würde, Liebe und Respekt das Leben genießt. Fast drei Stunden ist dieser Film lang in dem jedes Gefühl wirkt zu 100% authentisch. Gezeigt werden Emotionen, Hass und Freude. Die Zuschauer werden von Beginn an in den Bann gezogen, mal lachen sie, mal kommen ihnen die Tränen.

„Quellen des Lebens“ gelingt es auf eine sehr klare Art und Weise das Wichtige im Leben sichtbar zu machen. Das Berliner Publikum war begeistert. Zahlreiche Förderer, Unterstützer und Freunde waren an diesem Abend anwesend, genauso wie viele wichtigen „Namen“ und Persönlichkeiten aus dem Filmbusiness. Alle tummelten sich dann auch auf dem anschließenden After Show Party und man schaute in glückliche Gesichter. Es ist definitiv ein besonderer und anspruchsvoller Film mit Momenten, die die Zuschauer nie vergessen werden.

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