Neil Young & Crazy Horse - Gewaltiger Auftakt der Europatour in Berlin

Unglaubliche 45 Jahre spielt Neil Young nun schon mit seinen Bandmitgliedern von den Crazy Horse zusammen. Inzwischen ist er eine lebende Rocklegende, die immer noch nichts an Genialität verloren hat. Und das bewies er auch gestern beim Auftakt seiner Europatour in der ausverkauften Berliner Waldbühne.

Vom: 04. Juni 2013 | Autor: Dennis Hahn

Neil Young  & Crazy Horse - Gewaltiger Auftakt der Europatour in Berlin

Neil Young & Crazy Horse - Gewaltiger Auftakt der Europatour in Berlin

Es war das erste Open Air Konzert 2013 in der wunderschönen und imposanten Berliner Waldbühne. Und da (zum Glück) am Abend der Dauerregen auch aufgehört hatte, fanden sich 22.000 Zuschauer ein und waren in freudiger Erwartung, was der Abend so bringen würde.

Es ist bekannt, dass Neil Young ein Mensch mit Launen ist, doch genau die machen Ihn aus. Man ist gespannt und fragt sich, wie ist er heute wohl so drauf. Und ich kann sagen, in Berlin war er besonders gut gelaunt und in bester Stimmung. Authentisch, ehrlich und ohne viel „Drumherum“ und natürlich mit seinen Songs im Gepäck, zum Mitsingen und Nachdenken.

Der 67-jährige Kanadier wollte ursprünglich Farmer werden, bis er Elvis Presley hörte. Seither ist er aus dem Rock´n Roll Circus gar nicht mehr weg zu denken. Los ging es an diesem Abend gleich krachend mit „Love and only Love“. Mancher mag den Sound teils als Lärm empfinden, doch Young ist ein „Sound-Perfektionist“, alles ist geplant und bis ins Detail durchdacht.

Dem im Durchschnitt ältere Publikum an diesem Abend wurden viele Momente für Erinnerungen geboten. Aber auch das aktuelle Album "Psychedelic Pill", aus dem Vorjahr, wird als spätes Meisterwerk hoch gelobt. Es ist mit zwei sehr langen Songs auch beim Auftritt in der bis auf den letzten Platz gefüllten Waldbühne vertreten.

Die Jungs sind einfach perfekt in ihrem Zusammenspiel, teilweise wirkt es wie bei einer improvisierten Jam-Session im Proberaum, mit viel Spaß und Spielfreude. Auch an diesem Abend bot Young eine Mischung aus Berserker-Rock und zarten Klängen. So griff er im Mittelteil des Konzerts zu Akustikgitarre und Mundharmonika und führte solo seine Mega-Ballade "Heart Of Gold" und mit "Blowin' In The Wind" ein Bob-Dylan-Cover auf.

Den Abschluss machten mit "Hey Hey My My" und "Like A Hurricane", zwei wahrhaftigen Ikonen der Rockmusik. Es war ein Tourneestart von Neil Young & Crazy Horse ganz nach Maß. Obwohl alle Bandmitglieder auf die 70 Jahre zugehen, gehören sie lange nicht zum alten Eisen, sondern laufen immer noch im strammen Galopp.

Setlist:
1. Love and Only Love
2. Powderfinger
3. Psychedelic Pill
4. Walk Like a Giant
5. Hole in the Sky
6. Heart of Gold (Acoustic solo)
7. Blowin' in the Wind (Bob Dylan cover) (Acoustic solo)
8. Singer Without a Song
9. Ramada Inn
10. Fuckin' Up
11. Cinnamon Girl
12. Mr. Soul (Buffalo Springfield song)
13. Hey Hey, My My (Into the Black)
Zugabe:
14. Like a Hurricane

Von: Dennis Hahn


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