Joe Bonamassa - "The Best of Blues" im ausverkauften Tempodrom Berlin

"I love this fucking hot guitar" oder "Joe, du bist einfach der Beste". Diese und viele andere Kommentare der Freude und puren Begeisterung hörte man gestern während des über 2 Stunden dauernden Konzertes von Joe Bonamassa im bis auf den letzten Platz ausverkauften Tempodrom in Berlin. Und um das Resümee schon vorweg zu nehmen, auch ich kann mich den Kommentaren nur anschließen, es war genial!

Vom: 28. Februar 2014 | Autor: Dennis Hahn

Joe Bonamassa - The Best of Blues im ausverkauften Tempodrom Berlin           (C)BerlinMagazine.de

Joe Bonamassa - "The Best of Blues" im ausverkauften Tempodrom Berlin (C)BerlinMagazine.de

Seine erste Gitarre bekam der heute 32-jährige im zarten Alter von fünf Jahren von seinem Vater, ebenfalls ein Musiker, geschenkt. Und schon früh interessierte er sich für Musik und besonders für den Bluesrock-Genie Stevie Ray Vaughan. Das prägte ihn sehr und er begann zu spielen, spielen und nochmals spielen. Schon im Alter von zwölf spielt Joe regelmäßig im Staate New York in diversen Bands. Der Rest ist schon fast Geschichte.

Und so begaben sich gestern ca. 4000 Fans ins Tempodrom nach Berlin um den Mann zu sehen, der heute zut Creme de la Creme der Blues- und Rockgitaristen gehört. Die Bühne war puristisch, aber das Wichtigste stand zentral in der Mitte: 8 Akustikgitarren. Das Set an diesem Abend war in zwei Teile untergliedert: Als erstes gab es einen Akustik-Part mit 8 Songs (ca. 55 Miunten) und dann folge noch eine E-Gitarren-Part mit 12 Songs (ca. 1,2 Stunden).

Hier die Setlist:
Acoustic set
Woke Up Dreaming
Seagull
Jelly Roll
Black Lung Heartache
Around the Bend
Jockey Full of Bourbon
Stones in My Passway
Ball Peen Hammer
Athens to Athens

Electric set
Hey Baby
Oh Beautiful
Dust Bowl
Who's Been Talking
Midnight Blues
Slow Train
Driving Towards the Daylight
Love ain't a love song
Sloe Gin
The Ballad of John Henry

Zugabe
Django
Mountain Time

Ob Rock-Konzerte im Innenraum bestuhlt sein sollten, darüber lässt sich ja immer streiten, weil eine guten Stimmung verhilft das meiner Meinung nicht gerade. Dennoch war das Publikum von Anfang an voll dabei und feuerte Joe an. Und dessen Finger flogen nur so über die Seiten der Gitarre. Unterstützt wurde er von einer Band, die selbst schon alle mit Größen wie Rod Steward oder David Bowie um die Welt getourt sind. Und der Sound der dabei rauskam, war für meinen Geschmack an diesem Abend auch einfach perfekt abgemischt. Großes Lob also auch an die Tontechniker.

Schon beim Acoustic-Set donnert der Blues nur so durch die Halle. Joe spielt mit einer Leichtigkeit, aber zugleich mit einem gewaltigen Druck dahinter. Es ist einfach nur schön zu zu schauen und zu hören, was dieser Meister des Bluesrock da auf der Bühne zum Besten gibt. Auch ein solcher Spagat zwischen den Genres mit derartiger Virtuosität dargeboten sucht seinesgleichen.

Bonamassa zelebriert perfekten Bluesrock, ohne viele Worte, aber dafür mit umso mehr perfektem, gefühlvollem Gesang und vor allem perfektem Gitarrenhandling. Souverän und ruhig gibt er sein Konzert, mal bluesiger, aber auch mal rockiger.

Er beherrscht das feine Gewebe zwischen Blues und Rock perfekt. Sein Gitarrenspiel ist eine Ohrenweide, einfach Klasse. Praktisch alle Songs sind auf gleich hohem Niveau, keine Ausreißer nach unten, keine wirklichen Schwachstellen, aber wegen der aus meiner Sicht ganz herausragend gefühlvoll gespielten Gitarre erscheint mir der Song "Mountain Time" ins Zugabe als besonders erwähnenswert.

Um jetzt den passenden Abschluss zu finden: Joe Bonamassa, der neue "Meister des Blues", lieferte an diesem Abend in Berlin ein unglaubliches Konzert ab, dass den Fans bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird, wie uns Joe noch hoffentlich sehr lange erhalten bleibt und uns weiter so mit seiner Musik beglückt.

Von: Dennis Hahn


Galerie

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