Joe Bonamassa - Mr. Blues spielt sich in Berlin in einen Rausch

Im Jahre 2000 veröffentliche Joe Bonamassa sein erstes Album A New Day Yesterday. 16 Jahre später gehört er ohne Zweifel zu den größtes Blues-Musikern der heuigen Zeit. Gestern spielte er das erste von zwei Konzerten im Tempodrom Berlin. Über 2 Stunden volle Power Blues, wie im Rausch.

Vom: 17. März 2016 | Autor: Dennis Hahn

Joe Bonamassa - Mr. Blues spielt sich in Berlin in einen Rausch           (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Ein Mann der vielen Worte ist Joe Bonamassa nicht, er lässt lieber seine Gitarre sprechen. Auch gestern in den über 2 Stunden Programm, nahm er sich nur 5 Minuten für einige erfrischende und lobende Worte und stellte kurz seine Band vor. Ansonsten war der Abend geprägt vom einem musikalischen Hochgenuss, mit Blues vom Feinsten.

Die Bühne war recht schlicht gehalten, obwohl im Vergleich zu voherigen Tourneen der Aufwand was Licht und "Design" angeht, doch wesentlich höher war. Neben Drummer Anton Fig und Bassisten Michael Rhodes, waren auch noch ein Keyboarder Reese Wynans, Trompeter Lee Thorburg und Saxophonist Paulie Cerra mit auf der Bühne. Das Zusammenspiel der Band war an diesem Abend fantastisch, der Sound sehr gut abgestimmt und die Stimmung super.

Joe Bonamassa - Mr. Blues spielt sich in Berlin in einen Rausch           (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Bei der Songsauswahl war für jeden Geschmack was dabei, mal der klassische, gradlinge Blues, ohne viel drumherum. Die schnelleren Nummer, in Richtung Blues-Rock gehend, aber auch der fröhliche "Memphis-Blues" a la B.B. King. Zu dieser erst im letzten Jahr verstorbenen Legende des Blues hatte Joe Bonamassa eine besondere Bindung, da er schon mit 12 Jahren mit seinem Idol auf der Bühne stand und er ihm auch den Weg ins Musik-Business widmete. So war es auch nochvollziehbar, dass mit"Never Make Your Move Too Soon" und "Nobody Loves Me But My Mother" es gleich zwei B.B. King Songs in die Setliste dieses abends schafften.

Der Gentleman des Blues, stets im Anzug auf der Bühne, brillierte wirklich an diesem Abend und fegte mit seinen fingern wie ein Wirbelwind über das Griffbrett seiner Gitarre. Insgesamt siebenmal wechselt er das Gitarren-Modellen und gibt dann harte Bluesnummern wie „Goin’ down“ oder „Mountain Climbing“ zu besten, mit exzellenter Saitentechnik und die gleichzeitig gefühlvoller Spielstärke.

Joe Bonamassa, in nur 16 Jahren Jahren hat er es in den Olymp der Blues-Musiker geschafft und gestern defintiv unter Beweis gestellt, dass er sich zurecht dazu zählen kann.

Joe Bonamassa - Mr. Blues spielt sich in Berlin in einen Rausch           (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Setlist:
Intro: Ring of Fire (Johnny Cash cover)
1. This Train
2. Mountain Climbing
3. Blues of Desperation
4. No Good Place for the Lonely
5. See See Baby (Freddie King cover)
6. Never Make Your Move Too Soon (B.B. King cover)
7. Angel of Mercy (Albert King cover)
8. Hey Baby (New Rising Sun) (Jimi Hendrix cover)
9. Oh Beautiful
10. Love Ain't a Love Song
11. Nobody Loves Me But My Mother (B.B. King cover)
12. I Gave up Everything for You, 'Cept The Blues
13. Going Down (Moloch cover)
14. Sloe Gin (Tim Curry cover)
15. The Ballad of John Henry

Zugabe:
16.All Aboard (Muddy Waters cover)

Joe Bonamassa - Mr. Blues spielt sich in Berlin in einen Rausch           (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Von: Dennis Hahn


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