Glenn Hughes - Der Altmeister des Rocks brennt den Admiralspalast ab

Legendes des Rocks, die die vielen Fälle und Versuchungen der Musikindustrie, gerade in den 70er Jahren, überlebt haben, sind große Charaktere mit höchster Zuversicht und sie lieben es einfach auf Bühne zu stehen. Wenn sie dann noch mit einer großartigen Stimme gesegnet sind und zeitlose Melodien komponieren können, dann überleben sie bis heute, wie Glenn Hughes, der gestern in Berlin rockte.

Vom: 18. Oktober 2018 | Autor: Dennis Hahn

Glenn Hughes - Der Altmeister des Rocks brennt den Admiralspalast ab       (C)Foto: BerlinMagazin.de

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Pünktlich um 20 Uhr kam Glenn Hughes mit seiner drei Mann starken Band auf die Bühne, seinen Fender-Bass vor sich wie ein Löwenherz-Standartenträger, der in die Schlacht zieht. Hughes legte dann auch gleich los und pumpte das grollende, donnernde Riff zu Stormbringer raus. Es war ein Hard-Rock Vorbote des musikalischen Feuerwerks, dass noch folgen sollte.

Über einen Zeitraum von drei Jahren war Hughes fester Bestandteil von Deep Purple als Bassist und Sänger bei den klassischen "Burn and Stormbringer-Alben" und schließlich "Come Taste The Band" mit Tommy Bolin für den Originalgitarristen Ritchie Blackmore, der die Band 1976 in Liverpool verließ.

Glenn Hughes - Der Altmeister des Rocks brennt den Admiralspalast ab       (C)Foto: BerlinMagazin.de

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Nach einer extrem wilden Zeit in den 70er/80er Jahren zog sich Hughes etwas zurück, wurde ruhiger und gesündern, aber nicht weniger produktiv. Bis heute war er an über 100 (!) Alben beteiligt, darunter ein fast ein Dutzend Soloalben seit den frühen 1990ern, die eine Reihe von Stilen aus dem Blues, Rock, Funk und Soul abdecken, ganz zu schweigen von den beeindruckenden drei Alben der Supergroup "Black Country Communion", die er mit Joe Bonamassa gründete.

Es ist jedoch die Zeit mit Deep Purple, mit der er unauslöschlich verbunden ist und Hughes beschloss somit in diesem Jahr eine ganze Tour zu machen um die Musik zu feiern, die er während seiner Zeit in einer der wirklich legendärsten Bands des Rock komponierte und spielte.

Glenn Hughes - Der Altmeister des Rocks brennt den Admiralspalast ab       (C)Foto: BerlinMagazin.de

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Während sich Purple's Gitarrist Ritchie Blackmore vor den Funk-Elementen in der Band scheute, brillierte Hughes damit und das zeigte sich auch an diesem Abend im Admiralspalast in Berlin und bei den Song "Sail Away", der mit seinem monumentalen Groove großartig rüber kam. Hughes strahlte den ganzen Abend über, was davon kommt, wie er selbst sagte, dass er einfach glücklich ist mit seinem momentanen Leben und es liebt, in Deutschland zu spielen.

Neben seinem powervollen Bass-Spiel ist sein Stimme einfach nur beeindruckend, die im Laufe der Zeit immer noch so kraftvoll geblieben ist wie zu seiner Glanzzeit. Jedes Lied wird in seiner originalen Tonart geliefert und jede Note wird perfekt wiedergegeben. In "You Keep On Movin" zeigte sich die wunderschöne seelenvolle Zartheit seiner Stimme, zusammen mit der hohen Reichweite, die ihn zu einer der herausragenden Persönlichkeiten der Rock-Stimmen macht.

Glenn Hughes - Der Altmeister des Rocks brennt den Admiralspalast ab       (C)Foto: BerlinMagazin.de

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Der Abend war gespickt mit Purple Raritiäten wie "High Ball Shooter" und "You Fool No One", die auch gerne mal erweitert und ausgedehnt wurden, um auch der Band die Chance zu geben, ihre Können zu zeigen mit fantastischen Solis.

Der schwere Blues-Groove von "Misquated" war der ideale Hintergrund für Hughes Stimme und er nutzte die Gelegenheit, um seine erstaunliche Bandbreite und Technik zu zeigen. Während sich dieser Abend hauptsächlich auf die Musik konzentrierte, die Hughes in Deep Purple Mark III und IV schuf, tauchte er wieder in den Mark II Katalog mit "Smoke on The Water" ein.

Als Zugabe und als Abschluss eines fanatischen Rockabends, mit begeisterten Fans und einem sichtlich glücklichen Glenn Hughes fegte ein "Burn" und ein atemberaubender "Highway Star", der zweite Mark II Klassiker der Nacht, durch den Saal und brachte den Berliner Admiralspalast endgültig zum Brennen! Ein euphorisches Ende das dem Deep Purple Vermächtnis auf jeden Fall gerecht wurde und das ganze gespielt von einem Mann, der uns und dem Rock´n Roll Circus hoffentlich noch lange erhalten bleibt!

Glenn Hughes - Der Altmeister des Rocks brennt den Admiralspalast ab       (C)Foto: BerlinMagazin.de

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Setlist
Stormbringer
Might Just Take Your Life
Sail Away
Gettin' Tighter
You Keep on Moving
Play VideoYou Fool No One
Mistreated
Smoke on the Water / Georgia on My Mind
Zugabe:
Burn
Highway Star

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Von: Dennis Hahn


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