Engelbert - 2020 wieder da - Die romantischste Stimme des internationalen Pop

Haltet euch fest, denn sie ist wieder da: Die romantischste Stimme des internationalen Pop, eine Stimme voller Lebensweisheit und Abenteuer, voller Inbrunst und Zärtlichkeit. Eine Stimme, die gleichermaßen Hollywood, Las Vegas und den Broadway in sich vereint – und dies, obwohl Engelbert, bürgerlich Arnold George Dorsey, eigentlich gebürtiger Brite ist. Am 13. Mai 2020 live im Tempodrom in Berlin.

Vom: 03. Oktober 2019 | Autor: Dennis Hahn

Engelbert - 2020 wieder da - Die romantischste Stimme des internationalen Pop (C)Foto: Jamie Overton

Engelbert - 2020 wieder da - Die romantischste Stimme des internationalen Pop (C)Foto: Jamie Overton

Seit mehreren Generationen verfallen Engelbert die Herzen der stolzesten Frauen, in Europa ebenso wie in den USA. Mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern gehört der 1936 im indischen Madras als Sohn eines britischen Soldaten geborene Sänger zu den erfolgreichsten Pop-Interpreten aller Zeiten. Was sicher auch daran liegt, dass Engelbert seinem Stil der romantischen Liebeslieder einerseits treu blieb, sich stilistisch aber stets an die Klang-Ästhetik der jeweiligen Gegenwart geschickt anpasste. Trotzdem sind viele seiner Songs – beginnend mit seinem ersten Welthit „Release Me“ 1967 bis hin zu „Love Will Set You Free“ von seiner bislang letzten Best Of-Compilation 2012 – von einer zeitlosen Grandezza, wie man sie nur von wenigen Musikern kennt.

Engelberts Karriere begann unter seinem richtigen Namen und nach einer Kindheit in Indien als ältestes von zehn Geschwistern 1953 in einem englischen Pub, wo er im Rahmen eines Gesangswettbewerbs zu einer Imitations-Sensation avancierte. Bereits drei Jahre später siedelte er in die USA um, da sein romantischer Stil des Easy Listening zu der Zeit dort mehr Anhänger und Verehrer fand. Es war schließlich die Hochzeit des Rat Pack um Frank Sinatra, auch Sänger wie Andy Williams und Perry Como oder Komponisten wie Burt Bacharach und Ray Conniff erlebten Jahre kommerzieller Blüte – und auch das deutsche Pendant James Last erzielte mit seinem Orchester erste Erfolge. Stilistisch ziemlich genau in der Mitte dieser Musiker platzierte sich Arnold Dorsey, der sich, nachdem seine Karriere nur langsam in Fahrt kam, auf den Rat seines Managers hin einen Künstlernamen zulegte und sich hier für den Namen Engelbert Humperdinck entschied. Dies jedoch nicht infolge des Welterfolgs, den der originale Engelbert Humperdinck, ein Komponist der Spätromantik, mit seiner Oper „Hänsel und Gretel“ gefeiert hatte, sondern letztlich nur aufgrund der Skurrilität des Namens. Bis heute agiert der Sänger weltweit unter dem vollen Namen, nur in Deutschland lässt Engelbert den Nachnamen nach einem Rechtsstreit der Erben des Komponisten weg. Kurios dabei, dass sich mit der Trennung der verschiedenen Territorien durch unterschiedliche Künstlernamen auch die stilistische Zuordnung immer stärker trennte – denn während man Engelbert Humperdinck weltweit bis heute als Mann des Easy Listening und des Pop-Gesangs kennt, verortet man ihn in Deutschland zumeist im Schlager.

Dies kommt nicht von ungefähr, denn nachdem Engelbert 1967 mit „Release Me“ sein erster Welthit gelang, dessen Album gleichen Namens bis auf Platz 4 in UK und bis an die Spitze der US-Charts schoss, verfolgte er die nächsten 20 Jahre zunächst konzentriert die Mehrung seiner Erfolge in den genannten Ländern mit zahllosen Singles und LPs, die hoch in die Charts stiegen. Mitte der 80er-Jahre widmete er sich dann jedoch verstärkt dem deutschen Raum mit deutschsprachigen Alben wie „Träumen mit Engelbert“, „In Liebe – Engelbert“ oder „Zärtlichkeiten“, die allesamt zu großen Erfolgen gerieten. Auf diesen Platten arbeitete er verstärkt mit deutschen Schlager-Ikonen wie Ralph Siegel, Dieter Bohlen oder Leslie Mandoki zusammen, was sein Image als Schlagersänger manifestierte.

Seither gerät jede weitere Veröffentlichung von ihm zu einem Welterfolg, mit einem Album nach dem anderen bewies er, dass er mit der Zeit gehen kann, ohne dabei seinen ureigenen Stil zu kompromittieren. Zuletzt gelangen Engelbert wieder zwei Alben, die auf besonders viel Beachtung stießen: Zum einen das 2012 erschienene „Engelbert Calling“, auf dem die Samtstimme ausschließlich Duette mit solchen Größen wie Elton John, Cliff Richard oder Olivia Newton-John präsentierte. Und zum anderen sein aktuelles Werk „The Man I Want to Be“, eine Platte, die er seiner 2007 an Alzheimer erkrankten Frau gewidmet hat und die unter anderem mit einem Duett seiner 13-jährigen Enkelin Olivia becirct. Mit dieser Platte kommt Engelbert nun im Mai 2020 für fünf Konzerte nach Deutschland.

Konzert-Termin Berlin: 13. Mai 2020, Tempodrom

Von: Dennis Hahn


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