Diana Krall - Die Grammy-Gewinnerin nimmt Berliner mit auf eine Jazz-Pop-Reise

„Wallflower“ heisst das jüngstee Album der Kanadierin Diana Krall. Vollgepackt mit Pop-Songs vergangener Jahrzehnte, von Bob Dylan, von Elton John und den Eagles. Gestern präsentierte die mehrfache Grammy-Preisträgerin im Tempodrom in Berlin genau diese Songs fantastischer Interpreten im neuen, eleganten und ausschweifenden Jazz - Arrangements.

Vom: 19. Oktober 2015 | Autor: Dennis Hahn

Diana Krall - Die Grammy-Gewinnerin nimmt Berliner mit auf eine Jazz-Pop-Reise  (C)BerlinMagazine.de

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Diana Krall ist zweifelsohne ein Superstar, doch scheint es als ob sie sich manchmal wünschen würden, einfach eine Pianistin in einer tollen Band zu sein. Diese Band hatte sie gestern auch mitgebracht, bestehend aus Bassist Dennis Crouch, Drummer Karriem Riggins, Gitarrist Anthony Wilson, Keyboarder Patrick Warren and Geiger Stuart Duncan. Ja, absolut richtig...es gibt einen Geiger in der Band. Und es ist nicht irgendein Geiger, Stuart Ducan ist ein mit Grammy ausgezeichneter Bluegrass-Musiker, der viele interessanter Akzente im Sound an diesem Abend setzt.

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So spielt er eine zentrale Rolle beim Tom Waits Song "Temptation", welchen Diana Krall im Jahre 2004 aufgenommen hat. Er spielt die Geige wie eine Mandoline oder Ukulele, benutzt seine Finger um die Seiten zu zupfen und ihr die Töne zu entlocken. Aber nicht die Geige spielt an diesem Abend die zentrale Rolle, sondern Diana Krall an ihrem Piano, mit ihrer fantastischen und interessanten, leicht rauen Stimme. Sie ist wahrlich keine große Rednerin, auf der Bühne angekommen, setzte sie sich schnell und legte gleich los. Zweieinhalb Stunden sollte der musikalische Hochgenuss im fast ausverkauften Tempodrom dauern.

So fantastisch ihre Band auch ist, noch großartiger kommt es rüber, wenn sie wie im Mittelpart des Konzertes allein am Piano sitzt und nur durch ihre Fingerfertigkeit und Stimme überzeugt. Die attraktive 50-Jährige, seit 2003 mit Elvis Costello verheiratet und Mama eines Zwillingspaares, lässt sich schon lange nicht mehr in ein Genre schieben, für den Jazz-Puristen unglaublich, für ihre Fans aber sensationell gut. Der Mix an diesem Abend ist echt bunt: „There Ain’t No Sweet Man That’s Worth the Salt of My Tears“ , Tom Waits’ „Temptation“, dann zur Nat King Cole („You Call It Madness“) und The Mamas & the Papas („California“) bis zu Gordon Lightfoot („If You Could Read My Mind“).

In der Zugabe gab es dann noch Bob Dylans "Wallflower" in einer coolen Countryversion, danach "Boulevard Of Broken Dreams" und zum Schluss gab es noch "Ophelia" auf die Ohren.

Diana Krall, eine erfogreiche Musikerin, die sich was traut, für die Musik lebt, die Musik liebt und das in eine großen Bandbreite an ihre Fans weitergibt

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Von: Dennis Hahn


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