Deftones - Die Meister der Tiefton-Hymnen - Deutschland-Tournee im April/Mai

Der globale Siegeszug der Deftones entwickelt sich auch nach mittlerweile 28 gemeinsamen Jahren kontinuierlich weiter. Die kalifornische Band hat mit ihrem achten, im April 2016 erschienenen Album „Gore“ das erfolgreichste ihrer gesamten Karriere vorgelegt. Im April und Mai diesen Jahres touren sie wieder durch Deutschland, u.a. spielen sie am 27. April 2017 im Velodrom in Berlin.

Vom: 21. Februar 2017 | Autor: Dennis Hahn

 Deftones - Die Meister der Tiefton-Hymnen - Deutschland-Tournee im April/Mai

Deftones - Die Meister der Tiefton-Hymnen - Deutschland-Tournee im April/Mai

Ob Alternative Rock, Alternative Metal oder Nu Metal: In diesen Spielarten gelten die Deftones seit 20 Jahren zu den wegweisendsten Kräften der Szene. Jede ihrer Veröffentlichungen brachte enorme, stilistische Fortschritte. In der Rolle als Rock-Pioniere stiegen sie zu einer der erfolgreichsten US-Bands auf. Weit über zehn Millionen verkaufte Longplayer, drei Platin- und fünf Gold-Auszeichnungen sowie ein Grammy zählen zu ihrer Bilanz. Dabei haben die Deftones nie auf die sichere Bank gesetzt. Wichtiger war ihnen immer die Weiterentwicklung des eigenen Stils – und damit der gesamten Rockmusik. Diese überbordende, innovative Kraft war schon zu spüren, als sich die Musiker 1988 in Sacramento zusammenfanden. Anstatt auf schnellen Erfolg zu hoffen, entwickelten sie über Jahre einen eigenständigen Sound, der sich bei Alternative Rock und modernem Metal bediente, gepaart mit sehnsuchtsvollen, intensiven Vocals und kraftvollen, zuweilen unkonventionell anmutenden Rhythmen.

Das Debütalbum „Adrenaline“ erschien 1995 nach einigen Besetzungs- und Richtungswechseln und erzielte erste Achtungserfolge. Als 1997 die zweite CD „Around The Fur“ herauskam, war der Weg bereitet. Mit den Nachfolgern „White Pony“ und „Deftones“ wurden Erfolg und Individualismus weiter untermauert – hohe Platzierungen in den USA, Australien, Deutschland und zahlreichen anderen Ländern waren die Folge. Bereits mit der fünften Platte „Saturday Night Wrist“ zeichnete sich ab, dass Chino Moreno (Vocals), Stephen Carpenter (Gitarre), Chi Cheng (Bass), Abe Cunningham (Drums) und Frank Delgado (Keyboards, Turntables) weiter auf der Suche nach einem bislang ungehörten Sound waren.

2008 entstand mit „Eros“ ein unveröffentlichtes Album, dessen „Ergebnis nicht uns als Menschen und Künstlern entsprach“, wie Chino erklärte. Ein tragischer Autounfall von Chi Cheng im November 2008 warf die Deftones zusätzlich zurück. Cheng lag mehrere Monate im Koma und zeigte seinen Mitstreitern zufolge „langsame, aber sichtbare Fortschritte der Genesung“. Um sich von seinen schweren Verletzungen erholen zu können, wurde er von Sergio Vega (ex-Quicksand) vertreten, der Chengs Posten letztlich komplett übernahm, nachdem der ehemalige Bassist trotz ursprünglich guter Aussichten auf Genesung 2013 verstarb.

Das Comeback der Deftones im Jahr 2010 geriet zum globalen Siegeszug. Nach ihrer Auszeit, die durch diesen tragischen Schicksalsschlag zu einer fast vierjährigen Pause führte, erwarteten die Fans sehnlich die Rückkehr eines der einflussreichsten und kreativsten Rock Acts. 2010 erschien endlich ihr sechstes Album „Diamond Eyes“ und avancierte zum weltweiten Chartstürmer. 2012 folgte „Koi No Yokan“, auf dem sich die Deftones in ihrer besonderen Identität noch weiter gesteigert haben. Nach einer ausgiebigen Welttournee arbeitete die Band ungewohnt kollektiv an dem achten Album „Gore“, das im April erschien. Es strotzt vor Dynamik, einem gekonnten Laut-Leise-Spiel und überraschend sphärischen Arrangements. Ein einzigartiges und mutiges Stück besonderer Rockmusik.

Konzert-Termin Berlin: 27. April 2017, Velodrom

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Velodrom
Paul-Heyse-Straße 26
10407 Berlin

Von: Dennis Hahn


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