C2C - Country To Country Festival - 3 Tage Country Music pur in Berlin

Nun ist die Country Music (endlich) auch in Deutschland und Berlin angekommen. Zum zweiten Mal fand von Freitag bis Sonntag (ein Tag länger als letztes Jahr) das "C2C - Country to Country" Music Festival in der Verti Music Hall und diversen Sidestages statt. Knapp 40 Künstler und Superstars der Szene wie Luke Combs, Darius Rucker, Brett Young begeisterten die Fans mit der Bandbreite des Countrys.

Vom: 08. März 2020 | Autor: Dennis Hahn

C2C - Country To Country Festival - Luke Combs in Berlin                  (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Luke Combs in Berlin (C)Foto: BerlinMagazine.de

"Country Music ist eine aus den USA stammende Musikrichtung, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus traditionellen Elementen der Volksmusik der europäischen Zuwanderervölker – insbesondere aus Irland und England – hervorging. Die ursprünglich in den südlichen Appalachen beheimatete Old-Time Music entwickelte sich durch urbane Einflüsse und Übernahme von Elementen anderer Musik-Genres – wie des Blues – zur Country-Musik."

C2C - Country To Country Festival - 3 Tage Country Music pur in Berlin    (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - 3 Tage Country Music pur in Berlin (C)Foto: BerlinMagazine.de

Wie vielfältig die Country Music ist, zeigte sich die letzten drei Tage in Berlin. Zum zweiten Mal fand am Mercedes-Benz Platz das "C2C - Country to Country" Music Festival statt. Das Festival, das im März 2019 sein Deutschland-Premiere feierte, wurde erneut zur ultimativen Country-Hochburg! Garant dafür waren knapp 40 Künstler, darunter weltweit gefeiertere Top-Stars sowie begehrte Newcomer der modernen Country-Szene aus Nashville, Großbritannien und Europa.

Zu den Headlinern gehörten in diesem Jahr der gefeierte Aufsteiger Luke Combs, Grammy-Gewinner Darius Rucker und Brett Young.

Das Main Stage Line-Up bestand an den drei Tagen außerdem aus: Tebey, The Cadillac Three, Lindsay Ell, Nashville-Star Charles Esten, Jimmie Allen, Runaway June, Noah Schnacky sowie Introducing Nashville mit Abby Anderson, Tenille Townes und Eric Paslay.

Gespielt wurde auf insgesamt 8 Stages. Von der großes Mainstage in der Verti Music Hall, wo es auch die "Spotlight Stage" gab, die sich im Innenraum befand und von Künstlern zur "Überbrückung" der Umbaupausen zwischen den Hauptacts bespielt wurde. Weitere Bühnen gab es im Kino, in der Bowlingbahn, in einer Rooftop-Bar, auf einem Outdoor-Truck (dieser war frei zugänglich für alle, somit for free), dann noch in einem Restaurant und sogar auf einem Schiff, dass nahe des Mercedes-Benz Platzes seine Tour began. Der Mix der Spielorte war somit genauso vielfältig, wie die Künstler und Ausprägungen der Country Music selbst.

Die Country Music Szene hier zu Lande ist natürlich nicht mit den USA zu vergleichen, wo Country-Sänger echte Superstars sind und was Touren und "Plattenverkäufe" angeht, oft in der gleichen Liga mit Superstars anderer musikalischer Generes spielen. Dennoch ist auch hier die Musik seit Beginn an präsent, es gab und gib auch immer mal wieder Vertreter, die diesen Musikstil in die breite Öffentlichkeit rücken. In den 70er waren es z.B. Tom Astor und Truck Stop, heute lassen sich "The Boss Hoss" als prominente Vertreter nennen.

Wie soll man nun drei volle Tage zusammenfassen, ohne jemanden zu vergessen und nicht genug Wertschätzungen zu schenken. Fangen wir mal bei dem Festival an sich an. Die Location mit der Verti Musical Hall und den umliegenden Locations am Mercedes-Benz Platz ist sehr gut gewählt. Gut erreichbar, kurze Wege und durch die unterschiedlichen Stages auch eine interessante Mischung zwischen Club-Gig und der großen Bühne. Und ein Konzert im Kinosaal erlebt man nun ja auch nicht so oft. Sollte das Festival in den nächsten Jahren noch größer werden, hat man auch die Möglichkeit die Mercedes-Benz Arena zu nutzen. Dafür müsste dann aber wahrscheinlich die 1. Liga der Country-Superstars nach Berlin kommen.

Kommen wir zu den Headlinern des diesjährigen Festival. Den Anfang am 1. Tag machte einer der aktuell größten Country-Stars überhaupt: Luke Combs. Mit dem Album "What You See Is What You Get" landet er im Jahr 2019 nicht nur in den Country-Charts eine Nr. 1, sondern in den US-Charts, den australischen und kanadischen Charts. Seitdem ist der 30jährige Musiker in aller Munde.

Combs wurde in Charlotte, North Carolina, geboren und zog im Alter von 8 Jahren nach Asheville, North Carolina. Seit seiner Kindheit tritt er als Sänger auf. Während des Besuchs der A. C. Reynolds High School spielte Combs Fußball und trat mit mehreren Gesangsgruppen auf, darunter ein Solo in der weltberühmten Carnegie Hall. Später besuchte er die Appalachian State University, wo er als Türsteher in einer Bar arbeitete, bevor er in derselben Bar Bühnenzeit erhielt. Er spielte seine erste Country-Musikshow im Parthenon Cafe. Nach weniger als einem Monat brach er ab, um seine Country-Musikkarriere fortzusetzen. Später zog er nach Nashville, Tennessee, um eine Karriere in der Musik weiter zu verfolgen.

So war auch gerade an diesem Abend die Music Hall besonders stark besucht. Mit Lindsay Ell und The Cadillac Three als Co-Headliner, war das Publikum schon gut angeheizt. Beide lieferten eine tolle Show, Lindsay mit fantastischen Solis an ihrer Gitarre und einer tollen Stimme, die Cadillacs mit einem Country-Southern-Rock-Mix, der so richtig rockte.

Gegen 21:35 Uhr kam dann Combs auf die Bühne. Gut gelaunt, mit seinem "wilden" Bart und Baseball-Cap vermittelt er auch dieses Tennessee-Flair. Klar hatte er einen Mix an seinen großen Hits, aber auch einige "neue" Nummer mit dabei. Zwischendruch gab es noch ein kurzes Geburtstags-Ständchen für ihn vom Publikum gesungen. (er ist gerade am 2. März 30 Jahre geworden) Am Ende war der Jubel groß, für einen großen Kerl, mit toller Stimme und einer so normalen Art, die ihn wie einer von vielen wirken lässt, eben der "nette" Junge aus Nashville, Tennessee.

C2C - Country To Country Festival - The Cadillac Three in Berlin          (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - The Cadillac Three in Berlin (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Lindsay Ell in Berlin          (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Lindsay Ell in Berlin (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Luke Combs in Berlin                  (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Luke Combs in Berlin (C)Foto: BerlinMagazine.de

Den zweiten Abend begannen auf der Mainstage diverse Künstler, nach dem Ausfall der eigentlich geplanten "Old Dominion". So gab es hier ab 17 Uhr zu sehen: Filmore, Austin Jenckes und Caylee Hammack. Danach sorgten "Introducing Nashville" für gute Stimmung.

Hinter "Introducing Nashville" steckt das Konzept, dass mehrere Country Singer-/Songwriter gemeinsam auf der Bühne performen. Vor dem Hauptact des Abend kam Jimmie Allen auf der Bühne. Noch relativ neu im Business, überezugte er aber voll und ganz und riss das Publikum gut mit, auch Dank seiner sehr guten Stimme.

Aber am Ende hatte auch viele wieder auf den Headliner gewartet, man kann durchaus sagen, eine lebende Legende, Frontman der Gruppe "Hootie and the Blowfish", die in den 90er Jahren große Erfolge in den USA feierten, bis er sich dann mehr auf seine Solo-Karriere konzentrierte. Die Rede ist von: Darius Rucker.

Der 53jährige Mann mit der kraftvollen und sehr voluminösen, aber zugleich präzisen Stimme, gab von der ersten Minute dann Vollgas. Er nutze die ganze Bühne, suchte die Nähe zu den Fans auf dem kurzen Steg und strahlte.

2 Grammys und diverse andere Preise im Bereich Country Music zeigen die Klasse dieses Mannes und den Einfluss auf die Country Music über mehrere Dekaden hinweg. Insofern war es ein leichtes für ihn, die Fans sofort in seinen Bann zu ziehen und auch die nächsten 1,5 Stunden nicht mehr loszulassen. Tolle Band, toller Sound, grandiose Stimme und somit ein würdiger Headliner des zweiten Abend.

C2C - Country To Country Festival - Jimmie Allen in Berlin          (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Jimmie Allen in Berlin (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Darius Rucker in Berlin          (C)Foto: BerlinMagazine.de

C2C - Country To Country Festival - Darius Rucker in Berlin (C)Foto: BerlinMagazine.de

An dritten und letzten Tag kam dann schön die Sonne raus, so dass die vielen Fans mit Cowboy-Hüten und "Country-Outfits" auch die Stände, die auf dem Mercedes-Benz-Platz neben der "Truck-Bühne" aufgebaut waren, besuchen konnten. Dort gab es zum einen alles für das "perfekte Outfit", wie auch kulinarische Leckereien.

Auf der Mainstage am Sonntag spielten Noah Schnacky, Runaway June und Charles Esten. Und zu guter letzte Top-Act Nr.3: Brett Young. Brett Young wuchs auf in Kalifornien und lernte als Teenager Gitarre spielen. Da er sich musikalisch vor allem in Richtung Country und Country-Pop entwickelt hatte, beschloss er Mitte der 2010er nach Nashville zu gehen. Eine weitere selbst produzierte EP brachte ihm einen Plattenvertrag und im Februar 2016 veröffentlichte er dort seine erste richtige EP. Sie kam auf Anhieb in die offiziellen US-Charts. Ein weiteres Jahr dauerte es, bis sein Debütalbum Brett Young fertiggestellt war und veröffentlicht wurde. Damit erreichte er Platz 18 der Albumcharts und Platz 2 unter den Country-Alben. Das Lied In Case You Didn’t Know wurde ein weiterer Charthit und ein Top-10-Hit in den Countrycharts. Es wurde mit Platin ausgezeichnet (entspricht 1 Million verkaufte Einheiten). 2018 ging es dann mit dem Album "Ticket to L.A." an die Spitze der US-Country-Charts.

An diesem Abend hatte er natürlich die Songs "In Case You Didn’t Know" und "Mercy" mit im Gepäck. Sympatisch und souverän spielte er an der Gitarre durch den Abend und bildete damit einen guten Abschluss des Festivals.

Die zweite Auflage von "C2C - Country to Country" hat auf jeden Fall gegenüber der ersten Ausgabe deutlich an Gestalt gewonnen. Die Mischung an Künstlern war super und spiegelte gut die Vielfalt und das Facettenreichtum der Country Music wieder. Gerade auch die Nähe durch die kleinen "Sidestages", mit Künstlern "zum Anfassen", macht das Festival besonders und auch anders. Die Künstler, zumindest wie ich sie erlebt habe, waren alle bester Laune, kommunkativ und kontaktfreudig, aufgeschlossen und positiv. Am Ende waren sie alle da, um ihre Country Music zu präsentieren und damit Leute zu verbinden, über alle Schichten und andere "Kategorien" hinweg. Musik verbindet, Musik bildet in schwierigen Zeit eine Basis und bringt Freude und Zusammenhalt. Deutschland, Berlin und alles Country Music Fans freuen sich auf eine neue Auflage im nächsten Jahr.

Von: Dennis Hahn


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