Beth Hart in Berlin - Powerfrau mit Powerstimme und 100% Emotion

Beth Hart ist nicht neu im Musikgeschäft, auch wenn ihr Name vielen nicht gleich präsent sein wird. 1993 brachte sie ihr erstes Album auf den Markt, der große weltweite Erfolg kam dann im Jahre 2011 mit dem Album "Don’t Explain" in Zusammenarbeit mit Blues-Gitarrist Joe Bonamassa. Gestern Abend war sie auf ihrer aktuellen Tour in der Verti Musik Hall in Berlin und zeigte, was so in ihr steckt!

Vom: 30. Juni 2019 | Autor: Dennis Hahn

Beth Hart in Berlin - Powerfrau mit Powerstimme und 100% Emotion (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Ob mit Joe Bonamassa, Slash, Jeff Beck oder auch Buddy Guy. Beth Hart hat in ihrer Karriere schon mit den ganz großen Größen im Rock- und Bluesgeschäft zusammengearbeitet. Ihr Markenzeichen, ganz klar ihre wahnsinnige Rock-Blues-Stimme, immer mit leichtem "zittrigen" Vibratio und ganz viel Power und jeder Menge Direktheit und Emotion.

1972 wurde sie in Los Angeles in den USA geboren. Sehr früh mit 4 Jahren lernte sie schon das Klavier spielen. Und ganz rebellisch, wie bis heute, brach sie dann auch High-School ab und widmete sich fortan der Musik, ihrer Leidenschaft. Leider fällt sie gleich zu Beginn ihrer Karriere in ein "Loch", das Loch des Alkohl und der Drogen, was ihr bei der Aufnahme Aufnahmen ihres Debütalbum "Immortal" im Jahre 1996 bereits Probleme bereitet. Dennoch landet sie mit dem Song "Summer Is Gone einen ersten kleinen Hit.

1999 folgt ihr zweiten Album "Screamin' For My Supper", in dem sie auch ihr Drogen-/Alkoholproblem verarbeitet. Der "LA-Song" wird schnell zum Kracher in der alternativen Szene und nach ihrem Auftritt bei Late-Night-Ikone David Letterman in den USA sehr bekannt. Es folgen ""Leave The Light On" und die Live-CD "Live At Paradiso" 2003 und 2004. Beide erfolgreich und auch erstmal in Europa mit sehr guten Platzierungen.

2011 dann das erste Album in Kooperation mit Blues-Größe Joe Bonamassa, das den Durchbruch bedeutet. Fast jedes Jahr folgt ein Album, da mehr und mehr gefeiert wird, wie auch ihr letztes Album "Black Coffee" aus dem Jahre 2018, dass es in Deutschland bis auf Platz 7 der Charts schafft.

Beth Hart in Berlin - Powerfrau mit Powerstimme und 100% Emotion (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Gestern war Beth Hart nun nach Berlin gekommen um im Rahmen ihrer aktuellen Tour durch Europa in der Verti Music Hall zu spielen. Die Halle war recht gut gefüllt an dem schönen Sommerabend. Mit dabei als Support und Special Guest: Kenny Wayne Shephard, der sein neues Album „The Traveler“ an diesem Abend in gut einer Stunde Spielzeit präsentierte. Sein Sound eine Mischung aus Blues-Rock mit vielen Jimmy Hendrix Elementen, von dem er auch am Ende noch eine über 10minütige Version von Voodoo Child bracht. Ein Könner an der Gitarre, auf der Weg weiter nach oben und für den Abend ein super Einheizer, auch wenn das bei den Temperaturen gar nicht nötig gewesen wäre, auch wenn die Verti Music Hall angenehm temperiert war.

Aber um 21:30 Uhr war es dann so weit und die 47jährige Kalifornierin Beth Hart betrat die Bühne und legte los mit über 1,5 Stunde Programm, ein Powerstimme, von einer Powerfrau, mit scheinbar unendlich viel Energie und jeder Menge Emotionen, die sie auch keineswegs zu verbergen versuchte.

Beth Hart in Berlin - Powerfrau mit Powerstimme und 100% Emotion (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Beth Hart wirkte an dem Abend sehr gelöst und wie sie im Verlauf des Abends auch sagte, freut sie sich immer wieder aus den USA herauszukommen, um andere Kulturen, Menschen, Lebenweise, Sichweise, anderes Essen zu erleben, zu entdecken und zu verinnerlichen. Auf der Bühne wirkt sie ab und an wie eine 20jährige, die wild über die Bühne springt, ihrer Band aus vollen Herzen und Dankbarkeit immer wieder um den Hals fällt, hin und wieder auch die Zunge rausstreckt. Mag es vielleicht für einige komisch wirken, letztendlich ist es diese Freiheit, dieses Aussleben von Emotionen und Gefühlen, das sie liebt und das sie auch immer wieder in ihren Songs verarbeitet und weitergibt.

Die Setlist an diesem Abend ist ein Spiegelbild aller Epochen ihrer Karriere. Von blusig, über sehr gefühlvoll bis powervoll. Im Mittelpunkt immer ihre wahnsinnig starke, kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme, unterstützt von einer sehr guten und harmomisch wirkenden Band, die im Zusammenspiel über 90 Minuten Gas geben.

Beth Hart scheinen gerade diese Emoitionen und die Nähe zu den Fans sehr wichtig. So sitzt sie öfters einfach auf dem Bühnenrand und wagt dann so gar den Gang einmal durchs Publikum im Innenraum. Wenn das keine Fannähe ist, weiß ich auch nicht. Songs sie ""Bang Bang Boom Boom", "Leave the Light On" und "Spirit Of God" dürfen an dieses Abend nicht fehlen. Gegen Ende sitzt sie nur noch allein am Klavier und dann wird es sehr emotional, als sie einen Song für ihre geliebte Mutter spielt, so dass sogar die Tränen fließen. Aber das gehört zu ihr, diese Direktheit, diese Emotionen, dieses nicht verstecken, dieses menschliche.

Mit dem Song "Fire on the Floor" verabschiedet sich Beth Hart und Band dann an diesem Abend von Berlin. Der Fans in der Hauptstadt war es eine große Freude, was sich in großem Applaus und Zurufen äußerte. Solche "echten" Musiker braucht es und so sei ihr noch lange Erfolg und Gesundheit gewünscht, dass sie auch die nächsten Jahre wieder nach Berlin kommen mag.

Beth Hart in Berlin - Powerfrau mit Powerstimme und 100% Emotion (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Setlist:
Sinner's Prayer
Baby Shot Me Down
Close to My Fire
I'll Take Care of You
Jazz Man
Spirit of God
Bang Bang Boom Boom
Love Is a Lie
Your Heart Is as Black as Night
Them There Eyes
Love Gangster
If I Tell You I Love You
Lullaby of the Leaves
Leave the Light On
My California
- Zugabe:
Waterfalls
Fire on the Floor

Beth Hart in Berlin - Powerfrau mit Powerstimme und 100% Emotion (C)Foto: BerlinMagazine.de

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Von: Dennis Hahn


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