Adventskalender 2022 - Tag 3 - Gemäldegalerie - Bedeutende europäische Kunst

Die Gemäldegalerie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Meisterwerke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde von Jan van Eyck, Pieter Bruegel, Albrecht Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Peter Paul Rubens, Rembrandt und Jan Vermeer van Delft sind hier ausgestellt. Wir verlosen heute 3x2 Tickets!

Vom: 03. Dezember 2022 | Autor: Dennis Hahn

Adventskalender 2021 -Tag 17-Gemäldegalerie  (C)Foto: Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Adventskalender 2021 -Tag 17-Gemäldegalerie (C)Foto: Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Die Gemäldegalerie wurde seit ihrer Gründung im Jahre 1830 nach kunsthistorischen Gesichtspunkten aufgebaut und vervollständigt. Diesem kontinuierlichen Überblick über die europäische Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert verdankt die Sammlung ebenso ihren Weltrang wie den zahlreichen unvergleichlichen Meisterwerken aller kunsthistorischen Epochen, die sie beherbergt.

Ein fast zwei Kilometer langer Rundgang durch 72 Säle und Kabinette führt im Haus am Kulturforum durch einzelne Kunstlandschaften und Epochen. Sammlungsschwerpunkte bilden die deutsche und italienische Malerei des 13. bis 16. und die niederländische Malerei des 15./16. Jahrhunderts. Gemälde des Mittelalters und der Renaissance reichen von den großen Italienern Giotto, Fra Angelico, Raffael und Tizian über den Flamen Jan van Eyck und die detailreichen Bilder des Niederländers Pieter Breugel bis zu den altdeutschen Meistern wie Konrad Witz, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach und Hans Holbein.

Der Saal mit Werken Rembrandts ist durch seine zentrale Lage im Museum hervorgehoben. Die Sammlung gehört mit 16 Arbeiten des Künstlers zu den größten und qualitätvollsten der Welt. Sie wird begleitet von weiteren Gemälden der holländischen und flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts: Porträts, Genrebilder, Interieurs, Landschaften und Stillleben zeugen von der Spezialisierung der Künstler auf bestimmte Themen. Die glanzvolle Gemäldesammlung italienischer, französischer, deutscher und englischer Malerei des 18. Jahrhunderts enthält Werke von Canaletto, Jean-Antoine Watteau, Antoine Pesne und Thomas Gainsborough.

In den Schauräumen sind rund 1.000 Meisterwerke ausgestellt. Seit Mai 2017 fungiert die zentrale Wandelhalle im Rahmen der Sonderpräsentation "In neuem Licht" als neues, zentrales Eingangsportal der Gemäldegalerie. Die Werkauswahl und Hängung gibt Besucherinnen und Besuchern Orientierung im Rundgang durch das Haus und lädt ein, durch sie die einzelnen Sammlungsbereiche, Kunstschulen und Stilepochen zu entdecken. Zur Information stehen den Besuchern die Kataloge der Sammlung sowie Audio-Führungen auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Die Gemäldegalerie als öffentliche Institution wurde 1830 in dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Königlichen Museum am Lustgarten, dem heutigen Alten Museum, eröffnet. Der Kunstbesitz des Großen Kurfürsten und Friedrichs des Großen bildete im 17./18. Jahrhundert den Grundstock der Kollektion. Der erste Galeriedirektor Gustav Friedrich Waagen ordnete die Berliner Sammlung erstmals in Europa nach systematisch-wissenschaftlichen Kriterien und erweiterte sie kontinuierlich.

Ihren internationalen Ruf verdankt die Galerie Wilhelm von Bode, der von 1890 bis 1929 ihr Direktor war. Ihm gelangen durch Kennerschaft und großes Engagement bedeutende Erwerbungen. Dadurch konnte eine fast vollständige Übersicht über die europäische Malerei seit dem 13. Jahrhundert erreicht werden.

1904 zog die Galerie mit ihren gewachsenen Beständen in das neu erbaute Kaiser Friedrich-Museum, heute Bode-Museum, das als Museum der Renaissance konzipiert war, auf die Museumsinsel um. Bode veranlasste wohlhabende Bürger zur finanziellen Unterstützung von Kunstankäufen und gründete bereits im Jahre 1897 den noch heute aktiven Kaiser Friedrich-Museums-Verein.

Der Zweite Weltkrieg beendete die kontinuierliche Entwicklung der Sammlung. Das Museum selbst wurde stark beschädigt. Über 400 großformatige Werke gingen durch den Krieg verloren. Überdies führte die Spaltung der Stadt auch zu einer Teilung der Sammlung. Von nun an gab es zwei Ausstellungsorte: Bis 1997 war die Gemäldegalerie in Berlin-Dahlem und im Bode-Museum auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte untergebracht. Nach einer über fünfzig Jahre währenden Teilung kann die Sammlung seit 1998 am Kulturforum wieder in ihrer ursprünglichen Pracht gezeigt werden. Um sie im Zusammenhang mit den zur Zeit der Gemälde entstandenen Skulpturen in einen engen Dialog treten zu lassen, ist geplant, sie künftig an ihren historischen Ort, auf die Museumsinsel Berlin, zurückkehren zu lassen.

Aktuelle Ausstellung: Vision Seemacht - Ein Marinestück für den Großen Kurfürsten

Nach über 170 Jahren wird ein in Vergessenheit geratenes Juwel der Berliner Gemäldegalerie dem Publikum wieder zugänglich gemacht: das „Marinestück Dreimaster auf leicht bewegter See“ von Olfert de Vrij (1635–1699). Die präzise ausgeführte Malerei war durch Fehlstellen, starke Vergilbungen und verfärbte Übermalungen kaum mehr wahrnehmbar, der erbärmliche Zustand Grund für jahrzehntelange Deponierung. Nach einer umfangreichen Restaurierung ist das Bild nun wieder in voller Schönheit zu bewundern – und wird zu diesem Anlass in einer eigenen Studioausstellung gewürdigt.

Das Meisterwerk ist sowohl für die Kunstgeschichte als auch für die brandenburgische Geschichtsschreibung bedeutsam: Es zeigt eine für die Marinemalerei charakteristische, hochspezialisierte Technik und entstand vermutlich im Auftrag des Großen Kurfürsten. Gemalt wurde es von dem heute weitgehend unbekannten Maler Olfert de Vrij (1635–1699). Er war als Jurist, städtischer Beamter und Amateurmaler in der nordholländischen Stadt Hoorn tätig. Obwohl de Vrij kein professioneller Künstler war, zählt er zu den begabtesten und technisch versiertesten Marinemalern sogenannter „penschilderijen” (Federstücke) des 17. Jahrhunderts. Dargestellt sind zwei Handelsfregatten. Aufgrund der erkennbaren Wappen lassen sie sich als jene Schiffe identifizieren, die 1662–63 in Amsterdam für Friedrich Wilhelm von Brandenburg, den Großen Kurfürsten, gebaut wurden.

Die Ausstellung präsentiert erstmalig die beiden einzigen heute öffentlich zugänglichen Werke Olfert de Vrijs. Sie beleuchtet seine eindrucksvolle Maltechnik und die aufwendige Restaurierung des Berliner Seestücks, die erst 2021 abgeschlossen werden konnte. Zeichnungen aus dem Berliner Kupferstichkabinett stellen die Werke in den Kontext der niederländischen Marinemalerei. Zugleich setzt sich die Ausstellung mit den historischen Hintergründen und den unermüdlichen Bemühungen des Großen Kurfürsten auseinander, Brandenburg als Seemacht zu etablieren. Davon zeugen neben einer weiteren niederländischen Marinedarstellung des 17. Jahrhunderts von Lieve Verschuier aus dem Schloss Oranienburg auch Golddukaten des Berliner Münzkabinetts.

Anlässlich der Sonderpräsentation findet eine Vortragsreihe statt, die unterschiedliche Aspekte rund um das Berliner Gemälde aufgreifen und das Bild von verschiedenen Seiten her beleuchten wird.

Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

Öffnungszeiten: Di. - Mi. & Fr. - So. 10:00 - 18:00 Uhr, Do. 10:00 - 20:00 Uhr, Mo. geschlossen; Eintrittspreise: Erwachsene: 14 €, Ermäßigt: 7 €

Hinter dem 3. Türchen unseres Adventskalenders haben wir heute 3x2 Tickets für die Gemäldegalerie Berlin.
Wenn ihr gewinnen wollt, dann schreibt und eine Mail an Gewinnspiel@BerlinMagazine.de mit dem Stichwort "Adventskalender Türchen 3 - Gemäldegalerie".
Wenn ihr eure Chancen noch erhöhen wollt, dann kommentiert die dazugehörigen Postings bei Facebook , Twitter und Instagram und markiert die Person, die ihr gerne mitnehmen möchtet.
Folgt uns, lasst ein Like da, teilt die Beiträge, markiert und mit etwas Glück, seid die glücklichen Gewinnern!
Einsendeschluss ist der 24. Dezember 2022 um 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Von: Dennis Hahn


Galerie

Adventskalender 2021 -Tag 17-Gemäldegalerie  (C)Foto: Staatliche Museen zu Berlin / David von BeckerAdventskalender 2021 -Tag 17-Gemäldegalerie  (C)Foto: Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Diesen Artikel teilen


Kommentare

Schließen
«
»