Adventskalender 2021 - Tag 17 - Gemäldegalerie - Bedeutende europäische Kunst

Die Gemäldegalerie besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert. Meisterwerke aus allen kunsthistorischen Epochen, darunter Gemälde von Jan van Eyck, Pieter Bruegel, Albrecht Dürer, Raffael, Tizian, Caravaggio, Peter Paul Rubens, Rembrandt und Jan Vermeer van Delft sind hier ausgestellt. Wir verlosen heute 3x2 Tickets!

Vom: 17. Dezember 2021 | Autor: Dennis Hahn

Adventskalender 2021 -Tag 17-Gemäldegalerie  (C)Foto: Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Adventskalender 2021 -Tag 17-Gemäldegalerie (C)Foto: Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

Die Gemäldegalerie wurde seit ihrer Gründung im Jahre 1830 nach kunsthistorischen Gesichtspunkten aufgebaut und vervollständigt. Diesem kontinuierlichen Überblick über die europäische Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert verdankt die Sammlung ebenso ihren Weltrang wie den zahlreichen unvergleichlichen Meisterwerken aller kunsthistorischen Epochen, die sie beherbergt.

Ein fast zwei Kilometer langer Rundgang durch 72 Säle und Kabinette führt im Haus am Kulturforum durch einzelne Kunstlandschaften und Epochen. Sammlungsschwerpunkte bilden die deutsche und italienische Malerei des 13. bis 16. und die niederländische Malerei des 15./16. Jahrhunderts. Gemälde des Mittelalters und der Renaissance reichen von den großen Italienern Giotto, Fra Angelico, Raffael und Tizian über den Flamen Jan van Eyck und die detailreichen Bilder des Niederländers Pieter Breugel bis zu den altdeutschen Meistern wie Konrad Witz, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach und Hans Holbein.

Der Saal mit Werken Rembrandts ist durch seine zentrale Lage im Museum hervorgehoben. Die Sammlung gehört mit 16 Arbeiten des Künstlers zu den größten und qualitätvollsten der Welt. Sie wird begleitet von weiteren Gemälden der holländischen und flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts: Porträts, Genrebilder, Interieurs, Landschaften und Stillleben zeugen von der Spezialisierung der Künstler auf bestimmte Themen. Die glanzvolle Gemäldesammlung italienischer, französischer, deutscher und englischer Malerei des 18. Jahrhunderts enthält Werke von Canaletto, Jean-Antoine Watteau, Antoine Pesne und Thomas Gainsborough.

In den Schauräumen sind rund 1.000 Meisterwerke ausgestellt. Seit Mai 2017 fungiert die zentrale Wandelhalle im Rahmen der Sonderpräsentation "In neuem Licht" als neues, zentrales Eingangsportal der Gemäldegalerie. Die Werkauswahl und Hängung gibt Besucherinnen und Besuchern Orientierung im Rundgang durch das Haus und lädt ein, durch sie die einzelnen Sammlungsbereiche, Kunstschulen und Stilepochen zu entdecken. Zur Information stehen den Besuchern die Kataloge der Sammlung sowie Audio-Führungen auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Die Gemäldegalerie als öffentliche Institution wurde 1830 in dem von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Königlichen Museum am Lustgarten, dem heutigen Alten Museum, eröffnet. Der Kunstbesitz des Großen Kurfürsten und Friedrichs des Großen bildete im 17./18. Jahrhundert den Grundstock der Kollektion. Der erste Galeriedirektor Gustav Friedrich Waagen ordnete die Berliner Sammlung erstmals in Europa nach systematisch-wissenschaftlichen Kriterien und erweiterte sie kontinuierlich.

Ihren internationalen Ruf verdankt die Galerie Wilhelm von Bode, der von 1890 bis 1929 ihr Direktor war. Ihm gelangen durch Kennerschaft und großes Engagement bedeutende Erwerbungen. Dadurch konnte eine fast vollständige Übersicht über die europäische Malerei seit dem 13. Jahrhundert erreicht werden.

1904 zog die Galerie mit ihren gewachsenen Beständen in das neu erbaute Kaiser Friedrich-Museum, heute Bode-Museum, das als Museum der Renaissance konzipiert war, auf die Museumsinsel um. Bode veranlasste wohlhabende Bürger zur finanziellen Unterstützung von Kunstankäufen und gründete bereits im Jahre 1897 den noch heute aktiven Kaiser Friedrich-Museums-Verein.

Der Zweite Weltkrieg beendete die kontinuierliche Entwicklung der Sammlung. Das Museum selbst wurde stark beschädigt. Über 400 großformatige Werke gingen durch den Krieg verloren. Überdies führte die Spaltung der Stadt auch zu einer Teilung der Sammlung. Von nun an gab es zwei Ausstellungsorte: Bis 1997 war die Gemäldegalerie in Berlin-Dahlem und im Bode-Museum auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte untergebracht. Nach einer über fünfzig Jahre währenden Teilung kann die Sammlung seit 1998 am Kulturforum wieder in ihrer ursprünglichen Pracht gezeigt werden. Um sie im Zusammenhang mit den zur Zeit der Gemälde entstandenen Skulpturen in einen engen Dialog treten zu lassen, ist geplant, sie künftig an ihren historischen Ort, auf die Museumsinsel Berlin, zurückkehren zu lassen.

Aktuelle Ausstellung: Anna Dorothea Therbusch - Eine Berliner Künstlerin der Aufklärungszeit

Vor 300 Jahren, am 23. Juli 1721, wurde mit Anna Dorothea Therbusch eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 18. Jahrhunderts in Berlin geboren. Anlässlich des runden Jubiläums würdigt die Gemäldegalerie im Herbst 2021 diese außergewöhnliche Künstlerin und Vorreiterin der Emanzipation mit einer fokussierten Sonderausstellung mit wichtigen Werken aus den eigenen Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin.

Der ungewöhnliche Karriereweg von Anna Dorothea Therbusch (1721-1782) begann als Tochter des preußischen Hofmalers Georg Lisiewsky, von dem sie wie ihre Geschwister früh eine erste Ausbildung als Malerin erhielt. Doch als Ehefrau eines Gastwirts und Mutter von fünf Kindern blieben ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet zunächst ungenutzt. Umso energischer widmete sie sich ab ihrem 40. Lebensjahr der Malerei, sodass ihr als einer der wenigen Frauen überhaupt im Jahr 1767 die Aufnahme in die wichtigste europäische Kunstakademie der Zeit, die Pariser Académie royale de peinture et de sculpture, gelang. Zurück in ihrer Heimatstadt wurde sie eine gefragte Porträtmalerin und mit Bildnissen etwa von Henriette Herz, Friedrich II. und dem Arzt Christian Andreas Cothenius zur bedeutenden Chronistin der Zeit der Aufklärung.

Werke der großen Berlinerin finden sich in gleich zwei Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin – der Gemäldegalerie und der Alten Nationalgalerie. Von dort aus sind sie als Dauerleihgaben in weiteren Museen über die Stadt verteilt präsent – im Bode-Museum, im Kunstgewerbemuseum sowie im Jüdischen Museum. Besonders bekannt ist ihr um 1782 entstandenes großformatiges Selbstbildnis in der Gemäldegalerie; in ihm präsentiert sich Therbusch als gelehrte und elegante Respektsperson sowie als nahbare und hellwache Gesprächspartnerin, die durch das Buch in ihrer Hand sowie den frontalen Blick durchs Augenglas ihr Interesse an den Dingen und dem Gegenüber demonstriert.

Um dieses Hauptwerk versammelt die Gemäldegalerie anlässlich des 300. Geburtsjubiläums im Herbst 2021 den fast gesamten Bestand an Therbusch-Arbeiten aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin in einer fokussierten Sonderausstellung. Ergänzt durch Referenzwerke von Zeitgenossen ergibt sich ein repräsentatives Bild des Schaffens und beruflichen Netzwerks von Anna Dorothea Therbusch sowie ihrer Zeit.

Eine Sonderpräsentation der Gemäldegalerie in Kooperation mit der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Öffnungszeiten: Di. - Fr. 10:00 - 18:00 Uhr, Sa.-So. 11:00 - 18:00 Uhr; Eintrittspreise: Erwachsene: 8 €, Ermäßigt: 4 €

Hinter dem 17. Türchen unseres Adventskalenders haben wir heute 3x2 Tickets für die Gemäldegalerie Berlin.
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Einsendeschluss ist der 24. Dezember 2021 um 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Von: Dennis Hahn


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